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Geschichte über Dogcity

Jetzt ist sie rum – die Woche in Dog City. Und es kommen die ersten Fragen „Na, was hat Dein Hund gelernt?“, „Kann er jetzt alles!“. Toll…, ich muss beim Antworten stutzen, denn eins ist klar – mein Hund ist derselbe sture Chaot wie vorher auch. Aber irgendwas ist anders. Ich muss überlegen und mir erst mal klar machen, was in dieser Woche eigentlich passiert ist – mit mir und meinem Hund.Was hatten wir eigentlich für Erwartungen. Ich für mich kann es gar nicht so genau fassen, was ich eigentlich wollte. Ich wollte eine Woche mit Toni verbringen, mit ihm arbeiten und was lernen. Diese Erwartungen sind auf jeden Fall erfüllt worden. Aber es war noch mehr, was am Ende raus gekommen ist. Im Alltag ist das Leben mit unseren Vierbeinern doch anders, als in dieser Woche, wo man 24 Stunden gefordert ist, auf den Hund zu achten, ihn eben ständig „aktiv“ um sich zu haben. Wie oft erwische ich mich zu Hause, wenn ich z.B. beim Essen gehen sage: „Komm wir lassen den Hund zu Hause (-man will ja in Ruhe essen-).“ [Conny, ich bewundere Dich, wie Du dass mit Günni und Jack (zwei Rodesian Ridgebacks) machst. Die Hunde sind immer dabei – und zwar ohne Hektik und Stress.] Oder bei den alltäglichen Spaziergängen. Wie oft lasse ich die unsichtbare Leine (Aufmerksamkeit und Konsequenz) schleifen, damit der Spaziergang für mich „erholsam“ wird. Und das genau war das Schöne in dieser Woche. Nämlich eine Woche ununterbrochen mit seinem Hund zu „arbeiten“, mal mehr - mal weniger. Ihn wirklich mal 24 Stunden bewusst um sich zu haben. Auch wenn es oft nicht einfach war [die dabei gewesenen wissen was ich meine – ich sage nur „Platz Toni“], sind wir doch diejenigen, die für die Hunde verantwortlich sind. Es war toll, sich Tag und Nacht um seinen Hund zu kümmern und dabei sehr viel Spaß zu haben. Es macht wirklich Freude mit seinem Hund zu arbeiten. Wie er auf einen in jeder Situation reagiert, ist einfach super. Da tun unsere Hundchen so cool, wollen angeblich immer nur Fun haben. Tja und da kommen sie nach Dog City, werden gleich mal alle zusammen ins Freilaufgehege geführt – und was machen unsere Hunde?? Sitzen in Reih und Glied am Gitter, beobachten jeden Schritt von Frauchen und rühren sich nicht (bzw. sind sehr einfallsreich um einen Riesenzaun zu überwinden, gell Falko)</p> <p>Sie wollen gar nicht alleine sein, damit sie machen können was sie wollen. Sie wollen ihre Aufgabe von uns. Und wenn Sie das meistern, sind sie stolz wie ein Turnschuh (Toni läuft z.B. den Agility parcours ohne mich). Bis zum Erfolg ist man natürlich harten Diskussionen ausgesetzt. Und diese Diskussionen mal durchzuziehen bzw. dem Hund zu sagen „…ist ja schön und gut, aber interessiert mich im Moment nicht“ ohne ihn in die „Mikrowelle, ins Tierheim oder Versuchslabor“ zu wünschen, war anstrengend aber eben auch eine schöne Erfahrung, weil man nicht allein gelassen war. Man konnte einfach nicht aufgeben und das war gut so. Ja es war eine anstrengende Woche, sowohl für Hund und Mensch. Aber ich denke wir haben „alle“ sehr viel gelernt. Und nicht nur im Umgang mit unseren Hunden sondern auch viel Allgemeines zum Thema Hund. So haben wir viel gehört über Hundesprache und ich fange schon an meinen Hund anzugähnen oder mir über die Lippen zu lecken. Ich mit einem Chaotenhaushalt (muss immer alles schnell gehen) habe heute tatsächlich überlegt, ob ich meinem Hund einen Hundekuchen backe. Bei dieser Gelegenheit auch vielen Dank an Karin für das Ernährungsseminar mit Kochen für die Hunde.</p> <p>Gut dass wir nicht für uns kochen mussten, da haben uns André und Hella sowie Renate verwöhnt. Und das war wirklich vom Allerfeinsten. Karin hat uns auch eine Einführung in Tellington-Touch gegeben, was mit großer Freude bei einigen Invaliden von uns (mich eingeschlossen) hilfreich eingesetzt wurde. Schade war nur, dass wir Karins Kür mit Champus beim Dogdancing nicht komplett sehen konnten (Bitte nachholen in unserer Intensivwoche für „Fortgeschrittene“ – Helga, hast Du das verstanden?).</p> <h4>Hinzu kommt, dass wir ein tolles Team waren:</h4> <div>Bärbel mit Ihrer Gina, der quirligen Labihündin, die mit ihrem Charme alle um den Finger wickelt (Ausnahme Uran).</div> <div>Renate mit Olli, der mir gezeigt hat, dass Hunde übers Wasser gehen können</div> <div>Rolli mit Falko, der Aufpasser von Gina.</div> <div>Conny mit Günni und Jack, die einfach nur Klasse sind.</div> <div>Maria mit Kara und Kevin, der kurz vor Abreise noch klargestellt hat, dass er Helgas Trainingsmethoden im Vergleich zu Jessicas tausendmal besser findet (weis nicht ob es jeder mitbekommen hat).</div> <div>Ich und Toni, der glücklich war, dass er als kleinster von allen großen Hunden (insbesondere Jack) beachtet wurde.</div> <div>Martina und Leo, die leider zu früh abreisen mussten.</div> <div>Und last but not least Helga und Dirk mit ihrer Meute Uran, Frau Meyer, Napoleon, Charly, Hilde und der Nachzügler Ben, denen dieses Resümee gewidmet ist und denen unser Dank für Idee und Durchführung gebührt.</div> <h5>Es war eine tolle Woche.</h5> <p>{/showhide}</p> <p>Jetzt ist sie rum – die Woche in Dog City. Und es kommen die ersten Fragen „Na, was hat Dein Hund gelernt?“, „Kann er jetzt alles!“. Toll…, ich muss beim Antworten stutzen, denn eins ist klar – mein Hund ist derselbe sture Chaot wie vorher auch. Aber irgendwas ist anders. Ich muss überlegen und mir erst mal klar machen, was in dieser Woche eigentlich passiert ist – mit mir und meinem Hund.<br /><br />Was hatten wir eigentlich für Erwartungen. Ich für mich kann es gar nicht so genau fassen, was ich eigentlich wollte. Ich wollte eine Woche mit Toni verbringen, mit ihm arbeiten und was lernen. Diese Erwartungen sind auf jeden Fall erfüllt worden. Aber es war noch mehr, was am Ende raus gekommen ist. Im Alltag ist das Leben mit unseren Vierbeinern doch anders, als in dieser Woche, wo man 24 Stunden gefordert ist, auf den Hund zu achten, ihn eben ständig „aktiv“ um sich zu haben. Wie oft erwische ich mich zu Hause, wenn ich z.B. beim Essen gehen sage: „Komm wir lassen den Hund zu Hause (-man will ja in Ruhe essen-).“ [Conny, ich bewundere Dich, wie Du dass mit Günni und Jack (zwei Rodesian Ridgebacks) machst. Die Hunde sind immer dabei – und zwar ohne Hektik und Stress.] Oder bei den alltäglichen Spaziergängen. Wie oft lasse ich die unsichtbare Leine (Aufmerksamkeit und Konsequenz) schleifen, damit der Spaziergang für mich „erholsam“ wird. Und das genau war das Schöne in dieser Woche. Nämlich eine Woche ununterbrochen mit seinem Hund zu „arbeiten“, mal mehr - mal weniger. Ihn wirklich mal 24 Stunden bewusst um sich zu haben. Auch wenn es oft nicht einfach war [die dabei gewesenen wissen was ich meine – ich sage nur „Platz Toni“], sind wir doch diejenigen, die für die Hunde verantwortlich sind. Es war toll, sich Tag und Nacht um seinen Hund zu kümmern und dabei sehr viel Spaß zu haben. Es macht wirklich Freude mit seinem Hund zu arbeiten. Wie er auf einen in jeder Situation reagiert, ist einfach super. Da tun unsere Hundchen so cool, wollen angeblich immer nur Fun haben. Tja und da kommen sie nach Dog City, werden gleich mal alle zusammen ins Freilaufgehege geführt – und was machen unsere Hunde?? Sitzen in Reih und Glied am Gitter, beobachten jeden Schritt von Frauchen und rühren sich nicht (bzw. sind sehr einfallsreich um einen Riesenzaun zu überwinden, gell Falko)</p> <div> <div><img src="http://1.2.3.12/bmi/www.clf-mobile-hundeschule.de/cms/content/images/6f590c040a38bf275b450c3de58b4e59.jpg" alt="image020.jpg" width="250" height="187" border="0" />

Sie wollen gar nicht alleine sein, damit sie machen können was sie wollen. Sie wollen ihre Aufgabe von uns. Und wenn Sie das meistern, sind sie stolz wie ein Turnschuh (Toni läuft z.B. den Agility parcours ohne mich). Bis zum Erfolg ist man natürlich harten Diskussionen ausgesetzt. Und diese Diskussionen mal durchzuziehen bzw. dem Hund zu sagen „…ist ja schön und gut, aber interessiert mich im Moment nicht“ ohne ihn in die „Mikrowelle, ins Tierheim oder Versuchslabor“ zu wünschen, war anstrengend aber eben auch eine schöne Erfahrung, weil man nicht allein gelassen war. Man konnte einfach nicht aufgeben und das war gut so. Ja es war eine anstrengende Woche, sowohl für Hund und Mensch. Aber ich denke wir haben „alle“ sehr viel gelernt. Und nicht nur im Umgang mit unseren Hunden sondern auch viel Allgemeines zum Thema Hund. So haben wir viel gehört über Hundesprache und ich fange schon an meinen Hund anzugähnen oder mir über die Lippen zu lecken. Ich mit einem Chaotenhaushalt (muss immer alles schnell gehen) habe heute tatsächlich überlegt, ob ich meinem Hund einen Hundekuchen backe. Bei dieser Gelegenheit auch vielen Dank an Karin für das Ernährungsseminar mit Kochen für die Hunde.

Gut dass wir nicht für uns kochen mussten, da haben uns André und Hella sowie Renate verwöhnt. Und das war wirklich vom Allerfeinsten. Karin hat uns auch eine Einführung in Tellington-Touch gegeben, was mit großer Freude bei einigen Invaliden von uns (mich eingeschlossen) hilfreich eingesetzt wurde. Schade war nur, dass wir Karins Kür mit Champus beim Dogdancing nicht komplett sehen konnten (Bitte nachholen in unserer Intensivwoche für „Fortgeschrittene“ – Helga, hast Du das verstanden?).

Hinzu kommt, dass wir ein tolles Team waren:

Bärbel mit Ihrer Gina, der quirligen Labihündin, die mit ihrem Charme alle um den Finger wickelt (Ausnahme Uran).
Renate mit Olli, der mir gezeigt hat, dass Hunde übers Wasser gehen können
Rolli mit Falko, der Aufpasser von Gina.
Conny mit Günni und Jack, die einfach nur Klasse sind.
Maria mit Kara und Kevin, der kurz vor Abreise noch klargestellt hat, dass er Helgas Trainingsmethoden im Vergleich zu Jessicas tausendmal besser findet (weis nicht ob es jeder mitbekommen hat).
Ich und Toni, der glücklich war, dass er als kleinster von allen großen Hunden (insbesondere Jack) beachtet wurde.
Martina und Leo, die leider zu früh abreisen mussten.
Und last but not least Helga und Dirk mit ihrer Meute Uran, Frau Meyer, Napoleon, Charly, Hilde und der Nachzügler Ben, denen dieses Resümee gewidmet ist und denen unser Dank für Idee und Durchführung gebührt.
Es war eine tolle Woche.

Geschichte von Betty Geröllheimer

betty.gif

Ein schöööööner Tag

Hallo Helga. Ich bin´s Deine Betty Geröllheimer.
Mei Fraule hot de Läbtop offe stehe losse un is grad net do. Jetzt muss icsch Dir schnell verzähle was mir geschdern Dolles bassiert is. Du glaabscht´s net.

Erscht hot mol der Dag ogfange wie jeder annere. Wääscht schunn, uffstehe, gassigehe und dann ä lecker Fressle. Eigentlisch wollt isch misch donn zu meim Verdauungsschloof hilege, was ich dann a mol kurz gemacht hab. Dann hab isch awwer mitkriegt, dass mei Fraule un mei Herrle zum Oikaafe gehe wolle. Also ich widder raus aus meim "Diseinerkorb" un mich parat gestellt. Du musch nämlich wisse, immer wenn die fortgehe un mich net mitnemme kenne, dannkrieg ich immer ä klänes Leckerli higschmisse. Des kann ich mir natierlich net entgehe losse.

Als se dann fort ware, wollt ich dann eigentlich widder in moin Korb ................
un dann iss des Unfassbare bassiert.

Dozu muscht Du wisse, dass mei Fraule in der Kich´ extra fer mich ä Schublad hot, wu lauter leckere Sache fer mich drin sin. Blos kumm ich do selwer net dro, weil die Schublad natürlich schwer uffgeht. Un aus grad dere Schublad gebt se mer aach immer des Leckerli raus, wann
se fortgeht. Un stellt der vor ............... !!!!!

Geschdern war die Schublad net zu!!!!!!!!!!! Un mei Fraule net do!!!!!!!!!

WAU!!!! Des war Woinachte, Oschdre, Pfigschdt und Gebortsdag zusamme.

Erscht hab isch misch mol longsam drogschliche, ich konnts jo net ganz glaawe. Un ausserdem musst ich a uffbasse dass mei Fraule net vielleischt üwwerraschend zurickkummt. Weil manschmol vergesst se was un steht plötzlich widder vor mer. Wann se mich dann verwischt hätt, des wär net schbassig gewese. Also hab isch mol sicher-heitshalwer abgewart ...... (Ich bin jo än cleverer Dackel)

Als nix bassiert is - käner zurickkummt .... dann bin ich los. Was soll ich Dir saage Helga:
EIN PARADIES!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Strausseknoche, Schweineohre, Schmackos, Miniknochen, Ochseschwänze un soviel mehr. Ein Duft!!!!!!!!

Unbeschreiblich!!!!! Isch hab mer die Entscheidung net leicht gemacht, was ich mir do jetzt als erschtes raushole soll. Awwer alzulang konnt ich natierlich net Zeit losse, schunnscht kumme se zurick bevor ich mei Glick geniesse konnt. Also hab ich mer mol zuerscht die Tüt mit denne kläne Miniknoch rausgholt. Do war aach am meischte drin!

Leeeeeeecker!!!!!! Ich hab alles alles alles leergfresse.

Als nägschdeshab ich mer die Strausseknoche vorgenumme, weil die schmecke aach super gut. Eigentlich war isch dann jo satt. Moin Bauch war schun so rund wie ä Kanonenkuchel. Soll ich noch oder net?????

Awwer Helga, Du kennscht mich jo - ich hab jo Körperbeherrschung!!! Deshalb hab ich beschlosse uffzuheere un mich liewwer zu äm Verdauungsschläfel hizulege. Mann war ich satt .......... Awwer gell Helga - Du verschdehscht mich ..... Des musst ich ääfach ausnutze. Ich war noch net allzulange geleege, do is a schun die Hausdier uffgange un mei Leit sin zurickkumme un natierlich hawwe se sofort gsehe dass die Schublad uffwar.

Erscht hab ich gedacht, jetzt kummt ä riese Dunnerwedder. Awwer nix ist bassiert!!!! Die hawwe äfach des Babier weggerämt un die Schublad widder zugemacht.

Es hot sich fer mich schun rentiert, dass mei Fraule un ich schun so lang bei Dir in die Hundeschul gehe, schunnscht wisst mei Fraule garnet, dass es garnix bringt, wenn mer mit mer schimpft, weil mer hot mich jo net direkt verwischt!!!!

Des änzige war, dass es ver de Rescht um Dag nix mehr fer mich gewwer hot und wenn ich noch so innig geguckt hab.

Selbscht intensivstes Schmuse un ä klänes Repertoir vun meine diverse Kunschtschdickle ----- NIX

Dabei wääs doch jeder, wenn mer viel gesse hot - dann hot mer aach schnell widder Hunger...

Na ja, des Erlebnis kann mer jedenfalls kääner mehr nemme. Un es macht mer aach nix, dass ich in meim Innerschde wäs, dass des in meim Lewe des Erschde un Letzschde mol war.

So Helga, des wollt ich der mol verzähle. Ich winsch der schääne Tage un wünsch Dir viel Durchhaltevermöche bei einem Wetter bei dem mer net mol än Hund vor die Tür jage tät.

Deine Betty Geröllheimer

Geschichte von Claudia & Lucy

Claudi-1.jpg

Hallo Ihr Lieben!

Mein Name ist Lucy und das auf dem Foto bin ich mit meinem Frauchen Claudia.

Wir sind jetzt seit ein paar Wochen bei der Helga in der Hundeschule und weil wir die Helga so toll finden (die versteht nämlich wirklich was von uns Hunden) und sie uns schon so viel geholfen hat, schreiben wir jetzt hier unsere Geschichte auf. Vielleicht können wir anderen damit Mut machen und dazu beitragen, dass ganz viele Menschen und Hunde noch viel mehr Spaß miteinander haben.

Zu meinem Frauchen kam ich vor 2 1/2 Jahren. Vorher hatte ich kein sehr schönes Leben. Die Menschen, bei denen ich ganz am Anfang meines Lebens war, die haben mich nur in einen Zwinger gesperrt und mir gar nichts von der Welt gezeigt. Als ich ca. 3 Jahre alt war, haben sie mich in Gießen zu einem Tierarzt gebracht und zu ihm gesagt, er soll mich einschläfern, weil sie mich nicht mehr brauchen. Der Tierarzt hat das natürlich nicht gemacht und hat mich seiner Praktikantin mitgegeben. Mit der bin ich dann nach Leimen gezogen. Leider konnte sie mich auch nicht behalten und hat mich dann nach 3 Wochen auf einen Reiterhof gebracht. Aber weil ich doch noch gar nichts von der Welt gesehen hatte und mir auch keiner beigebracht hat, wie Hund sich so benimmt, habe ich den ganzen Hof wohl ziemlich durcheinander gebracht. Also konnte ich da auch nicht bleiben. Danach bin ich zu einem älteren Ehepaar gekommen. Die waren beide sehr nett und haben mich auch wirklich lieb gehabt, aber weil ich doch immer so an der Leine gezogen habe und oft weggelaufen bin und Autos gejagt habe, na ja und auch sonst nicht so einfach war, haben die nach einem neuen Zuhause für mich gesucht. Das war im Oktober 1999, da habe ich mein neues Frauchen zum ersten Mal gesehen. Zu ihr hingetraut habe ich mich erst mal gar nicht. Ich wollte eigentlich zu gar niemand Neuem mehr. Aber mein neues Frauchen hat mir viel Zeit gelassen und mich erstmal am Wochenende mit auf einen gaaaanz langen Spaziergang genommen. Mensch, hab ich einen Muskelkater gehabt! Ich war das doch gar nicht gewohnt, so viel zu laufen. Ja und das hat sie dann ein paar Mal gemacht und dann hat sie mich mit zu sich genommen. Ich hab vielleicht eine Angst gehab
 

Ich konnte überhaupt nicht still sitzen oder liegen. Ich bin immer nur hin und her gerannt, die Treppe hoch und wieder runter. Nur wenn mein Frauchen sich ganz still neben mich gesetzt hat und mich vorsichtig festgehalten und gestreichelt hat, dann hab ich mich ein bisschen entspannt. Aber wenn sie mich losgelassen hat, bin ich sofort wieder weitergelaufen, ich wusste gar nicht warum, aber ich bin gelaufen und gelaufen und gelaufen. Das ging drei Tage lang so.
Frauchen hat mir dann ganz tolles Futter hingestellt. Ich hab das ganz schnell in mich hineingeschlungen, weil ich doch gedacht habe, dass ich so etwas nie mehr wieder kriege. Dann ist mir aber schrecklich schlecht geworden und ich habe alles wieder erbrochen. Danach habe ich alle 2 Stunden nur ein kleines Bisschen von dem Superfutter bekommen und das konnte ich dann bei mir behalten. Die ersten paar Wochen in meinem neuen Zuhause war ich sehr ängstlich und wenn Frauchen mit mir spazieren gegangen ist, dann bin ich immer ohne Leine gelaufen, weil ich mich sowieso nicht von ihr weggetraut habe. Alles war so überwältigend, das ich gar nicht wusste, was ich mit den vielen Dingen da draußen in der Welt anfangen sollte.
Aber nach einiger Zeit wurde mein Selbstvertrauen immer größer und dann habe ich angefangen,die Nerven von meiner Chefin so richtig zu strapazieren. Die hatte nämlich vorher noch gar keinen eigenen Hund gehabt und hat oft gar nicht gewusst, was sie mit mir machen soll. Wenn z. B. ein Auto kam, dann bin ich vollkommen durchgedreht. Ich hab dann gebellt und wie von Sinnen an der Leine gezogen und dann hab ich mein Frauchen immer irgendwohin gebissen (weil ich doch so verstört war!) Sie hat mich dann ganz fest am Nackenfell gepackt und auf den Boden gedrückt und "nein" gesagt. Das hat dann aber noch einige Zeit gedauert, bis ich mich so weit im Griff hatte, dass ich das nicht mehr gemacht habe. In dieser Zeit hat mein Frauchen viel geweint. Sie hatte mich doch so lieb gewonnen und alle Menschen um sie herum haben immer gesagt, sie solle mich weggeben und sich einen "Anfängerhund" holen. Aber Frauchen hat das nicht gemacht und so haben wir uns unser Leben miteinander eingerichtet.
Meine Chefin bekam immer mehr Muskeln, weil ich so an der Leine gezogen habe und wenn wir anderen Hunden begegnet sind, dann habe ich mich ganz wild benommen und einmal sogar eine andere Hündin richtig gebissen. Von der Leine konnte mich Frauchen nur noch ganz selten lassen, weil ich immer weggelaufen bin und sie dann ganz schrecklich Angst gehabt hat, dass mich ein Jäger erschießt oder ein Auto überfährt.
Aber wir hatten auch ganz viel Spaß miteinander. Am allerliebsten sind wir immer ans Wasser gegangen. Das war und ist bis heute meine größte Leidenschaft. Da fühle ich mich richtig wohl und tobe ganz viel und springe und beiße in das Wasser, dass es nur so spritzt. Frauchen meint immer, dass ich wohl mit einem Delphin gekreuzt sei (weil ich auch so quietschen kann!) aber das ist natürlich Quatsch, das geht ja gar nicht!
Ein bisschen einsam waren wir schon, weil Frauchen ja nirgends mit mir hin konnte. Wenn ich Auto fahren musste, dann war ich immer so aufgeregt, dass ich alles, was mir zwischen die Zähne kam, zerbissen habe (Autositze, Türverkleidungen, die Schulter von meinem Frauchen...) Sie hat's mit Maulkorb probiert, aber da bin ich dann völlig durchgedreht und dann ist sie nur noch mit mir gefahren, wenn ein anderer Mensch das Auto fuhr und sie mich festgehalten hat.
Für mich war das nicht so schlimm, weil ich ja mein Frauchen hatte, aber Frauchen war schon einsam und dann hat sie irgendwann von der Helga gehört und hat sie angerufen. Da war sie schon ein bisschen verzweifelt und hat gedacht, sie schafft das mit mir nicht mehr und hat der Helga dann alles erzählt und sie gebeten uns zu helfen.

Seit diesem ersten Mal sind jetzt ein paar Wochen vergangen und das Leben ist soooo viel schöner geworden. Ich fahre jetzt in einer großen Box im Auto mit! Zwar bin immer noch sehr aufgeregt aber ich belle nicht mehr die ganze Zeit. Manchmal fange ich in der Gruppenstunde auch schon an und spiele ein ganz kleines bisschen mit den anderen Hunden. Ich folge meinen Frauchen immer besser und belle auch nicht mehr jedes Auto an. Wenn wir spazieren gehen, dann darf ich an einer 20 m langen Leine laufen! Das ist so toll!!!! Und wir waren jetzt schon einige Male in einem Lokal zum Essen und ich bin ganz lieb am Tisch gelegen und habe nur geschaut!

Aber was fast das Wichtigste ist, wir haben Menschen kennen gelernt, die uns nicht ablehnen, sondern uns helfen, die uns auf unserem Weg begleiten und die uns sehr viel Zuneigung und Verständnis entgegenbringen. Es vergeht fast kein Tag, an dem wir nicht wieder einen ganz kleinen Fortschritt machen. Mein Frauchen hat viel gelernt und dadurch auch ich.
Wir wünschen uns, dass diese Geschichte Vielen Mut macht und dass die Menschen verstehen, dass ein Hund in jedem Alter noch lernen kann und es nie zu spät ist, noch mehr Freude aneinander zu haben.

Und mir als Lucys Frauchen bleibt zu sagen: ich habe durch Unwissenheit viele Fehler gemacht. Niemals habe ich meinen Hund geschlagen oder Lucy mit einem Stachelhalsband zu etwas gezwungen, aber ich habe auch erst durch sie lernen müssen, dass man mit Liebe nicht alles gut machen kann, dass Konsequenz und klare Grenzen für einen Hund sehr wichtig sind und dass man lernen muss, die Sprache der Hunde zu verstehen. Ich werde wohl nie aufhören zu lernen und bin wohl für immer vom "Hundevirus" befallen.

In diesem Sinne wünschen wir allen Zwei- und Vierbeinern ein schönes Leben.
Claudia & Lucy

P.S. Wer mit mir Kontakt aufnehmen möchte kann dies auch gerne unter  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  tun. Lucy und ich würden uns freuen!

 

Nachtrag vom 25.10.2002

In der Zwischenzeit sind wir durch viel üben und lernen so unglaublich weit gekommen. – Ich hätte es nie für möglich gehalten.
Lucy fährt heute ohne Probleme Auto. Sie versteht sich mit anderen Hunden und sie läuft ohne Leine. Ich kann sie problemlos überallhin mitnehmen und sie erobert die meisten Menschenherzen im Sturm. Uns geht es beiden richig gut miteinander. Ich kann nur jedem der Probleme im Zusammenleben mit seinem Hund hat raten, lassen sie sich zeigen wie sie gemeinsam lernen ein Team zu werden!

Geschichte von Gis & Charly

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Liebe 4-beinige Artgenossen der mobilen Hundeschule von Helga Guder,

ich bin Charly Weber und muss Euch dringend was erzählen.

 

Ihr wisst, in der Zeit vor Weihnachten geschehen gar wundersame Dinge – ich kann ein Lied davon bellen:
Es begann gestern am Donnerstag gegen Mittag. Helga brachte mich zu meinem Frauchen Gisela in die Praxis. Ich hatte es mal wieder furchtbar wichtig und nachdem ich „leer gebellt“ war wurde ich auch ganz lieb begrüßt. Die beiden gingen grußlos aus der Tür und als Sie wiederkamen war alles anders. Weiß der Wolf, was da passiert ist!?

 

So im vorbeigehen sagte Gisela kurz, „Hi Charles“ und setzte sich- ohne mich zu beachten – an Ihren Schreibtisch telefonierte und richtete Ihre Sachen zusammen. Als wir uns später mit Peter, meinem Herrchen, trafen, durfte ich nicht auf meinen Stammplatz, sondern ich musste hinter den Sitz von Gisela, nichts mit gemütlich im Fußraum ausstrecken und Frauchens Fuß als Kopfkissen benutzen, nicht von der warmen Heizungsluft einlullen lassen, nein, auf engem Platz musste ich mich hinquetschen und das ich- die Hauptperson der Familie !
Aber denen habe ich es gezeigt!

 

Gebellt hab ich- gebellt von Heidelberg bis Wiesenbach, damit kann ich meine Familie immer Weichkneten, aber heute, stellt Euch vor, keine Reaktion. Kein Brüllen, kein Gebrauch von Halti, nichts. Die beiden saßen im Auto, völlig entspannt als würden sie einem schönen Konzert zuhören.
Ich verstand meine Welt nicht mehr. Wieder in der Wohnung legte ich mich erst einmal schlafen.
Mein Abendessen bekam ich nicht wie bisher vor den Nachrichten, sondern danach. Frauchen erzählte was von „Strickmuster durchbrechen“, versteht Ihr das? Was hat stricken mit meinem Futter zu tun?
Die Krönung dieses merkwürdigen Tages sollte mir noch bevorstehen. Das erkannte ich, als Gisela mich nicht mit ins Schlafzimmer nahm, sondern an der Heizung anleinte. Schlaf gut- das war es

 

Ging das nicht ein bisschen weit?
Am anderen Morgen kam die Leine wieder weg, Peter ging mit mir Gassi, oh je, war ich erleichtert - alles wie immer.
Mir war nach Frühstück, aber Frauchen reagierte nicht auf mein betteln. Ging das schon wieder los?
Ich hätte in der Küche anwachsen können, keine Aussicht auf Futter. Ich lief Gisela überall hinterher, das mach ich immer so und fast 9 Jahre hat das immer geklappt, heute nicht.


Irgendwann richtete sie Haferflocken, Obst und Quark – endlich, dachte ich- aber keine Chance. Betten machen, Wäsche aufhängen, duschen, ich immer hinterher – kein Erfolg.


Obwohl mein Magen leer war, hatte ich die Schnauze voll. Ich rollte mich auf meinem Fell zusammen und hoffte auf bessere Zeiten. Und- Ihr werdet es kaum glauben, jetzt rief sie – Charly essen und wie ich kam, mit fliegenden Ohren – noch mal kurz am Futternapf absitzen – aber jetzt Schlabber, Schlabber Teller leer !


Was soll ich Euch sagen? Heute ist der dritte Tag und es geht mir ganz gut.
Ich bin mir sicher, dass ich mich schnell daran gewöhne, wenn Ihr wollt, halte ich Euch auf dem Laufenden,

 

Euer umgekrempelter Charly

 

P.S Wüsste doch gerne, ob das alles mit Weihnachten zu tun hat.

Teil 2

Erholsame Feiertage gehabt Frau Weber? Naja........

Nachdem es schien, daß Charly - wie er ja selbst berichtete - sich mit seiner Position abgefunden hatte, erwachte nach einigen Tagen sein Kampfgeist, wie bei einem echten Dackel nicht anders zu erwarten.

Unsere Familie hatte Weihnachten gut vorbereitet und geplant. Nicole kam für 10 Tage nach Hause, wie immer eine große Freude für uns. Alles hätte ruhig und harmonisch sein können, doch Charly spielte nicht mit.

Andere "gefrustete" Hunde verkriechen sich still in eine Ecke und zernagen einen sündhaft teuren Schuh oder auch einen heißgeliebten Hausschlappen oder zerlegen in Windeseile ein Schaffell....

Auch ärgerlich - keine Frage, aber was macht Charly? - richtig er bellt. Er bellte den ganzen Tag, was sag ich, die ganzen Tage. Er versuchte bellend sein Essen zu fordern, er sprang jeden (außer mir) an, der sich in der Wohnung bewegte. Es ist kaum zu beschreiben wieviele Möglichkeiten (m)ein Hund hat seinen Unmut "auszubellen". Abgesehen von diversen Variationen der Lautstärke sind die Bellvarianten interessant, die den Gemütszustand erkennen lassen. Ich bin mir sicher, wenn er könnte, würde er trotzig mit der Pfote aufstampfen!

Ignorieren - Ignorieren - Ignorieren, wie in Trance befolgen wir diese Anweisung von Helga, die sie uns als Hausaufgabe mit in den Weihnachtsurlaub gab. Und weiter "Gis, denk dran, Charly meint das nicht persönlich" - oh Helga, Hilfe!

Alle in der Familie bemühte sich freundlich zu sein, schließlich war ja Weihnachten, von wegen "stille Nacht". Mit Baldrian, das wir Charly meistens gegen Abend verabreichten, verschafften wir uns eine kurze Zeit der Ruhe und Charly die Gelegenheit neue Kräfte zu sammeln um uns nach erholsamen Schlaf erneut auf die Palme zu bellen - oder besser auf den Weihnachtsbaum?

Helga, die ich in meiner Not anrief meinte: "die Spitze des Eisbergs ist noch nicht erreicht, haltet durch!"

Erleichtert ihre Stimme gehört zu haben - neu aufgebaut - dem Wahnsinn nahe - legte ich das Telefon weg und hoffte auf ruhigere Zeiten. Manchmal gingen wir ohne Hund Gassi um etwas abstand von Charly zu bekommen.

Welche Erleichterung als wir einen Tag vor Sylvester spürten und sahen, daß Charly in sich ruhiger wurde.

Dank Baldrian verschlief er den Jahreswechsel und begrüßte uns am Neujahrsmorgen fröhlich, schwanzwedelnd - ein richtig toller Hund eben.

Was dachtet Ihr denn???

Es grüßt Euch alle, verbunden mit den besten Wünschen für 2004
Giesela Weber

Geschichte von Heide, Tuisko und Benno

Ein Hund aus dem Tierheim

Nachdem wir unseren 15-jährigen Bearded Collie hatten einschläfern lassen müssen, planten wir zunächst einmal ein „hundefreies“ Jahr.

 
Auf den Hund gekommen

Um nicht ganz ohne Hund zu sein, wollte ich im Tierheim mithelfen und bekam dort gleich beim ersten „Gassi-gehen“ einen großen schwarzen Hund. Ganz bewusst beachtete ich ihn gar nicht so genau – wir wollten ja noch keinen neuen Hund!

Kennen lernen

So fiel mir gar nicht auf, dass Benno ausgesprochen hübsch (schwarz-braun-weiß) gefärbt ist. Ich dachte nur sofort, dass er wohl ein „Collie-gemixter-Berner-Sennenhund“ sein müsste. Ich wurde allerdings belehrt, dass vielleicht eher ein „Australian Shepherd“ beteiligt sein könnte - wie sieht denn aber ein Australian Shepherd aus? Ich hatte noch nie zuvor von dieser Rasse gehört und surfte erst einmal im Internet!

Findelkind

Doch das Geheimnis seiner Abstammung werden wir wohl nie lösen können! Denn Benno ist ein Findelkind, dessen Vergangenheit niemand kennt:Er wurde völlig abgemagert, verwahrlost und voller Flöhe von einem Schrotthändler gefunden und im Tierheim abgegeben. Hier verwandelte sich Benno dann - durch liebevolle Pflege und regelmäßiges
Futter - in den Hund, den ich nun eine Woche lang jedes Mal zum Gassi-gehen bekam! Alle Jogger, Fahrradfahrer und Spaziergänger unterwegs meinten, dass dies aber ein besonders schöner Hund ist, dass er so gut mit mir harmoniert und wunderbar zu mir passt...

Benno wollte zunächst jedes Mal nur möglichst schnell raus aus dem Zwinger und zog mich erst einmal durch die Gegend, ehe er im Laufe des Spazierganges dann ruhiger wurde.

Allmählich fing ich an nachzudenken –aber zuvor galt es, meinen Mann davon zu überzeugen, dass unser „hundefreies Jahr“ eben nur 5 Monate dauern sollte!

Kurz und gut: Nachdem Benno auch noch Katzen liebte, stand unserer Entscheidung eigentlich nichts mehr im Wege, und wir nahmen ihn mit zu uns nachhause, nachdem Helga beim gemeinsamen Tierheim-Besuch nur ein einziges Wort gesagt hatte: „NEHMEN!“

Die erste Zeit

Autofahren war kein Problem, aber unsere Außen-Treppe irritierte ihn bereits sehr. Ganz unsicher ging er Schritt für Schritt nach oben, und erst nach einer Woche traute er sich, auch die offene Holztreppe ins obere Stockwerk hoch zu gehen. Kaum im Haus, raste er zunächst
einmal völlig außer Rand und Band durch alle Räume und sprang mit einem Satz auf die Arbeitsplatte in der Küche! Ein Stück Käse auf unserem Esstisch zeigte bald die Abdrücke von Bennos Zähnen...

Im Wald drückte er sich ganz unsicher an mein Bein, und jedes Mal, wenn ich stehen blieb, setzte er sich sofort ganz dicht an mein Knie gepresst hin. Benno war also völlig unerfahren.

Nachdem ich ihn das erste Mal kurz alleine zuhause gelassen hatte und vom Einkaufen zurückkam, war der Inhalt unseres Mülleimers in der ganzen Küche verstreut, alle Schubladen mit den verschiedenen Müllsorten waren geöffnet, und Benno lag wie selbstverständlich auf
unserem Sofa! Ein Eierkarton mit ehemals 8 Eiern war leer! Nur ein winziges Stück Eierschale auf dem Teppich verriet den Dieb!!!

Dies war unsere „Kennenlern-Phase“!

Längst gehört Benno vollkommen zu unserer Familie, alle lieben ihn – ganz besonders auch unser 15 -jähriger Kater, der unserem vorherigen Hund eher aus dem Weg gegangen war, sowie unsere beiden jungen Katzen!

Benno ist nach wie vor sehr lernwillig, gutmütig und lernt unglaublich schnell. Wir haben allerdings von Anfang an in mehreren Einzelstunden die Hilfe von Helga in Anspruch genommen und damit sehr schnell viele wertvolle Tipps erfolgreich anwenden können.

Bereits nach 3 Wochen ging Benno mit uns ohne Leine spazieren, und nach weiteren 2 Wochen begleitete er mich bei Ausritten, so als hätte er noch nie etwas anderes getan, als neben einem Pferd her zu galoppieren! Er verträgt sich mit allen Hunden, liebt Kinder und ist
freundlich zu jedermann!

Neue Aufgaben

Deshalb erinnerte ich mich an meine Ausbildung und meine Tätigkeit vor 30 Jahren, als ich durch die Reittherapie mit körperbehinderten Kindern bereits die wohltuende Wirkung von Tieren auf Menschen erleben konnte. Bennos Fähigkeiten wollte ich gerne anderen Menschen zugute kommen lassen und setzte mich mit dem Verein „Tiere helfen Menschen“ (ThM) in Verbindung. Benno wurde eingehend getestet, geprüft und untersucht. Er musste seine Gelassenheit in allen Lebenslagen unter Beweis stellen und sein ausgeglichenes Naturell zeigen: Grundgehorsam, aber auch u.a. ungewohnte Geräusche, (Feuerschutz-)Treppen, Gehhilfen, Rollstühle, Geschrei, auch mal ein Tritt oder Ziehen am Fell... Aber auch ich selbst musste mir klar werden, ob ich lieber mit Kindern oder psychisch Kranken oder alten Menschen arbeiten wollte! Deshalb ging ich zunächst einmal ohne Hund in verschieden Einrichtungen mit und erlebte dort, wie solch eine Tätigkeit vor sich geht.

Erst als Benno mehrere Tests hinter sich und bewiesen hatte, dass er eigentlich für alles geeignet ist, durften wir zunächst zum so genannten „Lesespaß“, bei dem leseschwache Kinder dem Hund vorlesen dürfen. Benno liegt dann in der Mitte, die Kinder sitzen oder hocken um ihn herum, und jeweils ein Kind darf lesen.

Die anderen Kinder beschäftigen sich währenddessen mit Benno und untersuchen ihn, lernen, wie man mit einem Hund umgeht und Ängstliche verlieren auch ihre Scheu vor dem Hund. Das lesende Kind wird motiviert und selbstsicherer. Soviel in aller Kürze dazu.

Benno und ich gehen aber auch seit einigen Monaten zusätzlich noch in ein Altenpflegeheim, wohin wir jedes Mal wieder unglaublich viel Freude bringen und sehnsüchtig erwartet werden. Benno genießt die vielen Streicheleinheiten, und in vielen alten Menschen weckt er Erinnerungen an eigene Hunde oder bringt einfach nur Abwechslung in den Alltag.

Auch Benno freut sich immer schon und begrüßt alle freudig!

Bei aller Begeisterung darf aber der Hund nie überfordert werden, und man muss sein Tier immer gut beobachten. Denn bei aller Freude ist diese Arbeit durchaus auch Stress für den Hund! So gehen wir nur alle 14 Tage jeweils in eine Einrichtung und bleiben nie länger als 1 Stunde dort.

Benno ist unser absoluter Traumhund.

Viele Grüße,
Heide, Tuisko und Benno

Geschichte von Imke & Toni

Kann man diesen Augen widerstehen?

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Man sollte es. – Doch lest Toni´s Geschichte aus Imke´s Sicht.

Toni´s Geschichte:

Ich habe lange überlegt, ob ich Toni´s Geschichte schon schreiben kann, da wir, wie Helga so schön sagen würde, noch nicht das Abitur haben sondern vielmehr – vielleicht Grundschule 3. Klasse. Aber das hat auch was positives, denn Toni und ich wollen unser ganzes Leben zusammen etwas lernen und es wäre schlimm, wenn wir schon am Ende wären. Durch die Hundeschule (Helga und Claudia) habe ich das „Reden“ mit Toni gelernt. Es ist zwar manchmal nicht einfach und wir verstehen uns manchmal wirklich nicht und sind nicht einer Meinung. Aber das passiert mir mit Tom (der Dritte in unserer Familie) auch des öfteren. Und so wie ich Tom um den Finger wickle (fällt mir als Frau natürlich leicht) versucht es Toni mit mir. Nur, Toni kann richtig stur sein.......auch wenn er so süss und goldig aussieht.

Jetzt aber erstmal der Anfang:
Toni kam im August 2003 zu uns. Es war weder geplant noch beabsichtigt, sondern ist einfach so passiert. Man hat nicht überlegt (Gott sei Dank), nein er war vielmehr plötzlich in unserem Leben. Tom sagt immer zu mir, „Toni hat´s entschieden zu uns zu kommen, indem er Dich auserkoren hat.“

Toni ist ein kleiner Spanier, und das passt wirklich zu ihm. Er tänzelt beim laufen und man hat manchmal den Eindruck er schwebt über den Boden. Man bemerkt ihn oft nicht. Er ist ganz plötzlich einfach da und dann soll sich bitte schön alles um ihn drehen.

Die Vorgeschichte kann man nur vermuten. Er ist mit einem Jahr von der Straße geholt worden und war vermutlich ein Einzelgänger. Er war zu Beginn sehr ängstlich gegenüber Kindern und Männern. Ich wüsste zu gern, wie er in seinem ersten Jahr gelebt hat.

Auf jeden Fall hat Toni für mich das Gerücht „Ach ein Hund aus Spanien ... völlig unproblematisch“ völlig widerlegt. Toni war vermutlich ein Jahr auf sich gestellt. Warum sollte er plötzlich anders leben? Bisher ging alles nach seinem Kopf. Wenn er irgendwohin wollte, ist er dorthin gegangen. Warum plötzlich auf jemanden hören? Was sollte er davon haben? Und das war zunächst das erste Problem. Von der Leine lassen war erst mal nicht möglich, besser gesagt ein völliges Desaster. Nachdem er uns dann in unserem Urlaub in Italien eine Schnellstraße lahmgelegt hatte, weil er umherirrend in eigener Panik zwischen den Auto´s den Stillstand herbeigeführt hatte, war Leinenfreiheit erstmal Tabu. Es war das Glück was man manchmal hat und das man nicht ein zweites Mal herausfordern sollte. Tom hat ihn gerettet indem er strümpfig aus der Wohnung über den Schotterweg auf die Straße rannte, alle Autos anhielt und Toni wieder einfing.

Und dann kamen wir, wie es der Zufall als so will, zu Helga in die erste Gruppenstunde – und es war schrecklich. Toni hat sage und schreibe die ganze Stunde gebellt. Ich dachte, was ist das denn, dass kann ja jetzt wirklich nicht sein. Keiner konnte Helga´s Anweisungen akustisch verstehen, weil Toni bellte, bellte und bellte. Ich war darauf nicht vorbereitet, was das ganze noch verschlimmerte weil ich selber in Panik geriet und genervt war. Das hat sich natürlich wieder auf den Hund übertragen. Ich kannte Toni so nicht. Bei unseren bisherigen „einsamen“ Waldspaziergängen hat sich Toni eigentlich relativ „normal“ gezeigt. Aber was ist schon normal, wenn man keine Ahnung hat. Die vielen Hunde und Menschen in der Gruppenstunde haben ihn wohl völlig irritiert. Das Bellen war vermutlich pure Angst. Da hatten wir dann unser zweites Problem.

Es bestärkte mich, dass nun irgendwas passieren musste. Ab Mitte Oktober fingen wir dann richtig an, regelmäßig an den Gruppenstunden teilzunehmen. Ich darf an die ersten Male nicht mehr denken. Da ich immer der lauteste Teilnehmer war (alle anderen waren bestimmt immer „begeistert“, wenn ich kam) hat sich unser zu Beginn Claudia angenommen. Mit ihrer Ruhe und Gelassenheit wurde auch ich mit der Zeit ruhiger und ich weiß nicht mehr wie lange es gedauert hat, aber irgendwann war auch Toni still.

Nun wieder zu unserem Leinenproblem bzw. “muss ich kommen, wenn Frauchen ruft“. Hierzu ist folgendes anzumerken: Toni liebt den Fun-Faktor. Das ist immer super. Spielen ist super und wo was los ist. will Toni auch sein ... Frauchen – was ist das? Da beschäftige ich mich später mit, wenn´s Fressen gibt. Folglich hat Toni am Anfang in den Spielphasen mit den anderen Hunden nicht einmal nach mir geschaut. Wenn ich mich versteckt hatte, hat mich keiner vermißt, und schon gar nicht Toni. Aber mit der Zeit fing er an, sich an mich (natürlich auch an Tom) zu gewöhnen. Wir waren ja schließlich jeden Tag da. Eine völlig neue Situation für Toni. Vielleicht hat er erkannt, dass es bei uns ja doch nicht so übel ist (wäre schön). Und so fing er irgendwann mal an, ab und zu nach mir zu gucken. So trauten wir uns dann auch bei unserer ersten Hundewanderung auf den Dilsberg im Dezember teilzunehmen. Es kam wie es kommen mußte. 33 Hund waren zu Beginn anwesend. Auf dem Rückweg waren es nur noch 32. Wer fehlt? Richtig – Toni. Jetzt kann ich drüber lachen, aber damals war es furchtbar. Das einzige was mich vor einem Hysterieanfall bewahrte, war die Ruhe von Tom, den anderen Hundebesitzer und vor allem von Helga. Ich dachte nur, wenn Helga (sie wollte einfach nur stehen bleiben) so cool bleibt, kann es nicht so schlimm sein. Sie hat sich allerdings umentschieden, nachdem Sie die Panikattacke bei mir bemerkt hatte, und wir sind ihn „suchen“ gegangen. Wir fanden ihn im Ort Dilsberg, wie er so durch die Straßen „streunte“ wie wohl früher. Insofern ging´s ihm auch gut. Er war weder verängstigt noch panisch. Ich glaub, er fand es ganz nett als wir mal kamen. Ihr braucht nicht zu glauben, dass er danach nicht mehr von meiner Seite wich. Toni holt, glaub ich, aus jeder Situation das Beste für sich heraus. Und in dem Moment wurde mir klar, Toni will nicht betüttelt und umsorgt werden, er überlebt egal was passiert. Er hat es ein Jahr gelebt. Und es konnte einfach nicht sein, dass ich kurz vom Nervenzusammenbruch stand (leicht übertrieben), und mein Hund so lalala durch die Gegend lief, wie es ihm gerade in den Sinn kam. Es wurde mir bewusst, dass Toni sich bei uns einzufügen hat – und zwar nach unseren Regeln und nicht nach seinen: „Komm ich jetzt nicht, komm ich später“. Er hat seine Pflichten genauso zu erfüllen wie wir und dann passts.

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Nachdem wir (erst) knapp ein dreiviertel Jahr Hundeschule hinter uns haben, bin ich glücklich einen Hund zu haben, der im Wald frei laufen kann, der mittlerweile jedes Reh im Wald für mich stehen läßt und mit einer Freude auf mich zugeschossen kommt, wenn ich ihn abpfeife. Wir wissen, dass wir noch sehr viel lernen müssen. Das Wichtigste ist Geduld und Konsequenz, das hat mir Helga gleich in der ersten „bellenden“ Hundestunde gesagt. Und sie hat Recht. Die kleinen wenigen Schritte zu Beginn, die man kaum wahrnimmt, werden plötzlich größer. Und auf einmal kann man sagen, es hat sich gelohnt und es wird sich weiterhin lohnen. Liebe Helga, liebe Claudia, vielen Dank für Eure Mühen.

Geschichte von India & Rosi

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Hallo ihr Lieben,

 

mein Name ist India, eigentlich bin ich ja ein sogenannter "Kampfhund" sieht man doch sofort auf den ersten Blick oder nicht ? deshalb wurd ich ja im Jahre 2000 einfach in Heidelberg im "Neuenheimer Feld" ausgesetzt .... mein "Herrchen" fuhr davon und ließ mich allein .... was ich dabei fühlte muss ich euch tierlieben Menschen wohl nicht beschreiben ... es war unglaublich ..... wieso kommt er nicht wieder???? .... wo iss er nur???? .... er kommt bestimmt bald wieder mich holen ... er hat mich doch lieb ... oder??? ....

 

Dann fassen mich plötzlich unbekannte Hände .... fangen mich ein ... sperren mich ein .... wo bin ich ..... ???? Hallo wo ist mein Herrchen??? ...... er kommt bestimmt .........

 

Die Zeit vergeht ... ich werd hier ramdösig ... ich spring jetzt einfach mal immer und immer wieder auf einen Punkt an der Wand hoch ....(Zwingerkoller nennen das die Menschen wohl) ... da kommt plötzlich in regelmäßigen Abständen eine zierliche manchmal noch etwas unsichere Person und ich glaub es ist ein "Weibchen" und geht mit mir spazieren ..... mhm ... spazieren ..... sie redet mit mir ... sie streichelt mich .... sie läßt mich auf der Wiese spielen .... mhm .... sie bringt mich sogar in mein Körbchen und kommt ganz nahe mit ihrer Schnuff .... ich glaub ich geh sie auch mal "schüffeln" .... ich schau ihr einfach tief in die Augen geb ihr "Kussele" und schau was passiert ...... (natürlich dauerte das ganze erst mal einige Monate bevor man so ein Menschenweibchen an sich heranläßt...) die Zeit vergeht ... sie kommt jeden Tag und kümmert sich um mich .... ich werde immer trauriger wenn sie wieder weggeht ..... hab gar keinen rechten Appetit mehr ..... ... es wird Spätsommer .. heute kommt Menschenfrauchen im Röckchen...iss ganz aufgeregt ..... sagt etwas wie ... "so mein Schatz jetzt kommst du zu mir nach Hause." ...... zuerst habe ich Angst aus dem Auto zu steigen ... ich weiß nicht recht was los ist ... ich weiß nur ihrgendetwas ist anders ... nun ja jetzt gehe ich halt doch mal mit ...... eigentlich iss sie ja recht nett .... wow ..... ne tolle Hütte ..... 2 Körbchen ..... 1 Sofa ...... Spielzeug .... und viel Platz riecht gut und ist warm..... OK hier bleib ich ........ die zwei Rattenmädels im Käfig werden auch akzeptiert ... schließlich waren sie ja vor mir hier .... aber liebes Frauchen nicht herauslassen wenn ich im Zimmer bin .... sonst mhm mein Jagdtrieb .... ich versprech mal lieber nix ...........
heute sind es nun 8 Monate her, seit mich mein Frauchen Rosi nach Hause geholt hat .... wir sind ein tolles .... manchmal ein bischen verrücktes Team ..... wenn sie meint sie müsste die Wohnung auf den Kopf stellen ... liege ich nur ganz ruhig in meinem Körbchen und beobachte gelassen ihr Tun .... irgendwann merkt sie das .... kommt auf mich zu drückt mich ganz dolle ... und sagt sowas wie das sie mich ganz arg lieb hat ....... ich kann's nicht leugnen ... ich mag sie auch sehr .... ... nächtes Mal erzähl ich euch wie ich einfach in ein fremdes Auto gestiegen bin .... da hat aber Frauchen ganz schön belämmert geschaut hihi .....

 

Machts gut bis denn
Wuffi India und Frauchen Rosi

Geschichte von Mark & Turbo + Merlin

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Turbo: Hi everyone, I'm Turbo… TURBO: Hallo Leute, ich bin Turbo... Merlin: and I'm Merlin… MERLIN: Und ich bin Merlin... Both: We're the bilingual border collies from Neckargemünd! ZUSAMMEN: Wir sind die zweisprachigen Border Collies aus Neckargemünd! Turbo: I'm the black and white one… TURBO: Ich bin der schwarz-weiße ... Merlin: and I'm the tri-colored one. MERLIN: Und ich bin der dreifarbiige. Both: We live with our two-legged alpha wolf, Mark. ZUSAMMEN: Wir leben bei unserem zweibeinigen Leitwolf Mark.

Turbo: But it wasn't always that way. I don't know anything about when I was a puppy. All I know is one day, I found myself abandoned in front of the American Headquarters in Heidelberg-there was a big road (4 lanes!), with lots of cars going by very fast. I was lost and alone, and I kept following people across the road, hoping to find someone I knew.
Then Mark came along. He asked all the people around, "Is this your dog?" but no one knew me, so he called me to him, and snap! he used the shoulder strap of his briefcase as a leash to keep me safe. Then he went over to the police at the gate, and said, "You have to do something with this dog, he's going to get run over!" So they called a squad car (Streifenwagen) and took me to the American veterinarian.
Mark called that night and asked if he could take care of me until my owner called. The veterinarian couldn't do that (they didn't have a procedure!), but told Mark that if my owner didn't call in three days, he could adopt me…. Which he did!

TURBO: Aber das war nicht immer so. An meine Welpenzeit kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Ich weiß eigentlich nur, dass ich mich eines Tages ganz alleine vor dem amerikanischen Hauptquartier in Heidelberg wiederfand. Da war eine große Straße (4 Spuren) und einem Haufen Autos, die alle ganz schnell fuhren. Ich war einsam und verlassen und folgte ständig irgendwelchen Leuten über die Straße in der Hoffnung jemand zu begegnen den ich kannte.
Dann kam Mark daher. Er fragte die ganzen Leute, die da herumstanden: "Ist das Ihr Hund?" Aber keiner rief mich zu sich, da machte es schon "schnapp" und er benutzte den Schultergurt seines Aktenkoffers als Leine, um mich zu sichern. Dann ging er hinüber zu den Polizisten am Tor und sagte: "Sie müssen unbedingt etwas mit diesem Hund tun, sonst wird der hier noch überfahren!" Also riefen sie einen Streifenwagen und brachten mich zu einem amerikanischen Tierarzt.
Mark rief an diesem Abend an und fragte, ob er nicht für mich sorgen könnte, bis sich mein Herrchen meldete. Der Tierarzt meinte, er könnte das nicht machen (dafür gäbe es keinen Vorgang), aber sollte sich mein Herrchen nicht innerhalb der nächsten drei Tage melden, könnte Mark mich adoptieren. .. Und das tat er dann auch!


Merlin: You were a mess!

MERLIN: Du warst in einem schlimmen Zustand!

Turbo: I was. I was six months old, and I wasn't housebroken, and I didn't know any commands. I lived with Mark and his old dog Fenrir for a year and a half, and we did pretty well, but then Fen died.

TURBO: Das war ich wirklich. Ich war sechs Monate alt, nicht stubenrein und folgte nicht. Ich lebte anderthalb Jahre mit Mark und seinem alten Hund Fenrir. Wir kamen ziemlich gut miteinander aus, aber dann starb Fen.

Merlin: Mark was sad, but it was good for me! A month later, Mark wanted to get a new dog and he got me!
MERLIN: Mark war ziemlich traurig, aber für mich war das schon gut! Denn einen Monat später wollte Mark einen neuen Hund und da holte er mich!

Turbo: You came out of the newspaper. Mark came home, really excited, and put me in the car, and off we went, all the way to Bensheim.

TURBO: Er hat Dich aus der Zeitung. Mark kam nach Hause und war total aufgeregt. Er steckte mich ins Auto und ab gings nach Bensheim.

Merlin: I was an orphan-my family couldn't keep me any longer. You and I chased each other around the garden, and then Mark took us home.

MERLIN: Ich war ein Waisenkind. Meine Familie konnte mich nicht länger behalten. Du und ich, wir tollten zusammen durch den Garten und dann nahm uns Mark mit nach Hause.

Turbo: Then he was in trouble!

TURBO: Da hatte er den Salat!

Merlin: He had two border collies and he didn't have a clue what to do! We were happy, but we were crazy.

MERLIN: Er hatte jetzt also zwei Border Collies und nicht den geringsten Schimmer, was er mit uns anfangen sollte! Wir freuten uns wie verrückt und benahmen uns auch dementsprechend.

Turbo: So he called Helga.

TURBO: Also rief er Helga an.

Merlin: That changed things. We had to start behaving-some of the time! I remember the first time Helga came-in ten minutes, she had you sitting and turning in circles-it was like you were hypnotized!

MERLIN: Das hat alles verändert. Wir mussten anfangen uns zu benehmen - zumindest ab und zu! Ich weiß noch als Helga zum ersten Mal zu uns kam: Innerhalb von zehn Minuten hast Du Sitz gemacht und Dich im Kreis gedreht als wärest Du hypnotisiert!

Turbo: While you hid under the table and hoped she wouldn't make you behave!

TURBO: Währenddessen hast Du Dich unter dem Tisch versteckt und darauf gehofft, dass sie Dir keine Manieren beibringt!

Both: Now we are good dogs! We always come when we are called, and we know lots of tricks, and we don't bark at people. Mark even took us to herding school. And someday, he is going to get us sheep! So we can herd, which is what Border Collies are meant to do!

ZUSAMMEN: Und jetzt sind wir brave Hunde! Wir kommen immer, wenn wir gerufen werden, können viele Tricks und wir bellen auch keine Leute an. Mark hat uns sogar zum Schafhüten Unterricht mitgenommen. Und eines Tages besorgt er uns Schafe! Dann können wir Schafe hüten, so wie es sich für Border Collies gehört!

Geschichte von Nina & Dina

Hallo, ich bin Dina, sechs Jahre alt.
Ich wohne bei meinem Rudel, den Wimmers.
Die Wimmers, das sind Doris, Jörg, Tilman und Nina.
Ich denke, ich kann ohne schlechtes Gewissen behaupten,
dass ich mich mit meinem Rudel ganz gut verstehe - leider war
das anfangs nicht immer so.

Aber das Beste ist, ich fange von vorne an.

 

Ich war erst sechs Wochen alt, da hat mich der Alphaleitwolf meines Rudels weggeworfen.
Ich musste auf einem Parkplatz warten bis nette Zweibeiner kamen und mich mitnahmen.
Dann kam ich in ein neues Vierbeinerrudel. Das war lustig, da konnte man spielen und es gab immer etwas zu Fressen.
Aber drei Monate später musste ich schon wieder umziehen. Ich sollte ein Wachhund auf einem großen Firmengelände werden.
Nun ja, Wachhund.... Was ist das???
Ich dachte, da muss man ganz lieb zu den Menschen sein, sie freudig begrüßen und sich streicheln lassen.
Aber mein neuer Besitzer war da anderer Meinung. Er dachte, ich müsste böse sein und ganz viel Bellen - nur das Problem war: ich wusste bis dahin noch nicht, was Bellen war!!!
Aber ich hatte Glück, ich durfte zurück in das Rudel wo es Fressen gab und man spielen konnte.
Hier fand ich es lustig.

Nun war ich fast ein Jahr alt, hatte gute Aussichten auf die Stelle des Alphawolfes und, wie gesagt, immer was zu Fressen.
Aber das sollte nicht so bleiben: eines Tages kamen zwei Mitglieder meines jetzigen Rudels, Nina und Jörg.
Resultat war ein neuer Umzug (damals wusste ich noch nicht, dass es mein letzter sein wird. Ich dachte, es wird immer alle drei Monate ein neues Rudel für mich geben.).

Der Tag kam, an dem ich mein neues Heim betrat.
Das Erste, was ich vom Wohnzimmer aus sah, war eine große, grüne Wiese - ich liebe Wiesen!
Also sprintete ich los ...PENG!!! Au, was war das? Ich bin direkt gegen die Glastür zur Terrasse gerannt. Woher sollte ich denn Wissen, dass es durchsichtige Wände gibt??

Ich muss aber sagen, im Großen und Ganzen war es ganz nett in meinem neuen Heim.
Nach zwei Tagen fand ich auch den geeigneten Schlafplatz: Früher habe ich immer auf dem Dach der Hundehütte geschlafen - so ein erhöhter Platz ist ganz toll.
Etwas ähnliches fand ich auch bei den Wimmers. Doris nannte es den antiken Rosenholztisch.
Das sollte mein neues Bett sein, dachte ich.
Aber als Nina mich auf dem Tisch erwischte, gab es ein Riesendonnerwetter.
Also gab ich diesen traumhaften Schlafplatz auf - man will ja nicht gleich am Anfang einen schlechten Ruf haben.

Einige Monate später sollte ich kastriert werden.
"Kastrieren..?" Was ist das?
Ich weiß nur noch, dass ich zu Hause aufgewacht bin und mein Bauch ganz arg weh getan hat.
Nachts hatte ich dann das Bedürfnis ein großes kuscheliges Nest zu bauen. Nur das Material dazu fehlte mir noch.
Doch da kam mir der rettende Einfall: die zwei Ledercouchen und der Ledersessel!
Ich zerlegte alle drei Möbel in feinste Einzelteile und entfernte die weiche Füllwatte. Klasse! Im Wohnzimmer sah es aus wie nach einem Wirbelsturm und mein Nest war perfekt.
Aber fragt nicht, was für ein Theater ich mir früh morgens anhören musste, als Doris das sah.

Die neue Ledergarnitur steht jetzt übrigens schon unversehrt seit fünf Jahren in meinem Wohnzimmer -ich werde nie wieder eine Höhle bauen, das könnt ihr mir glauben.

Das waren meine ersten glorreichen Monate in meinem neuen Rudel.
Dann wurde ich Helga vorgestellt.
Helga, die Frau mit dem Futtersack, die, bei der man auf einmal ganz lieb sein kann.
Ich lernte an der Leine zu laufen, sprang nicht mehr jeden an (obwohl ich streichelnde Menschen abgöttisch liebe), lernte Sitz, Platz, Bleib. Und das schlimmste: ich durfte keine leckeren Rehe mehr jagen.
Dafür liebte mich mein Rudel mehr und mehr.

Sie sagten immer: aus dem chaotischen Monster wird langsam ein Hund.

Jetzt bin ich Rettungshund beim THW, arbeite wenn Nina nicht da ist als Anwaltsgehilfe in Jörgs Büro, und bin Versuchsobjekt für Nina, die alle tiermedizinischen Untersuchungen an mir übt.
Aber was lässt man sich nicht alles gefallen, um von seinem Zweibeinerrudel geliebt zu werden.

Herzliche Grüße!
Eure Dina